Der Bully

Wenn Ihr überlegt, Euch eine Französische Bulldogge ins Haus zu holen, solltet Ihr eines immer Bedenken: Ihr holt Euch Euren eigenen Stalker ins Haus! Bully wird Euch überall hin folgen wollen, in die Küche, ins Bett, aufs Klo! Wie Euer eigener Schatten wird er Euch verfolgen, immer dicht an Euch dran. Was für die einen eine liebenswerte Eigenschaft ist, kann andere maßlos nerven. Wie sieht es bei Euch aus?

 

Natürlich werdet Ihr Eurem Bully beibringen können, dass er alleine an seinem Platz bleibt. Vielleicht wird er das auch wirklich tun… mehrheitlich… manchmal. Aber ganz klar ist, es widerspricht seiner Natur und seinen Bedürfnissen. Der Bully nimmt seinen Job als Begleithund sehr, sehr ernst!

 

Um unseren Chaostrupp davon abzuhalten, uns in die Küche zu folgen, wenn dort gerade gekocht wird, haben wir ein Kindergatter an der Tür zum Wohnzimmer. Das war die einfachere Lösung, als mit 6 Bullys „mein Tanzbereich, dein Tanzbereich“ zu spielen oder sie ständig alle mit aufs WC zu nehmen. Da waren wir faul. Aber es erleichtert uns das Leben ungemein. So können wir auch Besuch erst einmal ins Haus bitten, bevor er dann von der Meute erlegt wird.

Denn auch die Freude über Besuch, wird bei einem Bully ungemein groß sein. Ein Besucher bedeutet immerhin neues Kuschel- und Knutschpotenzial und die wenigsten Bullys sind da noch in der Lage ihre übersprudelnde Vorfreude im Zaum zu halten.

Und letztendlich, egal wie sehr wir versuchen ihn mit anhaltendem und konsequenten Training zu verbiegen, er wird immer der kleine chaotische Clown bleiben, der er nun einmal ist und dann und wann bricht es auch bei dem noch so gut ausgebildeten Bully durch. Ihr müsst also auch damit klar kommen, wenn Bully Euch bei Freunden oder in der Öffentlichkeit mit seiner überschwänglichen Menschenliebe bis auf die Knochen blamiert und sämtliche Erziehung vergisst. Aber am Ende des Tages ist es für mich auch genau das, was diese Rasse so liebenswert macht. Ein Bully ist ein Chaot, ein Individualist, ein Anarchist, ein Kasper, ein Witzbold, ein Charmeur und ein unerschütterlich, grenzenlos, ja maßlos den Menschen heiß und innig liebender Schoß- und Schmusehund!

 

Ganz ehrlich, möchtet Ihr einen wohlerzogenen, zuverlässig aufs Wort hörenden Hund, einen, der brav abwartend Sitz macht, bis er den Besuch gesittet wedelnd begrüßen darf, einen der abends nur auf Aufforderung zu Euch auf die Couch kommt und ansonsten, ohne sich zu beschweren, in seinem Körbchen bleibt? Dann holt Euch besser keinen Bully! Ja ja ja, er wird das alles lernen können. Aber, noch einmal, es entspricht nicht seinem Naturell! Und ich bin irgendwie nicht dafür Wesen nach den eigenen Bedürfnissen zu verbiegen. Da gibt es dann andere Rassen, die besser passen.

 

Aber zu wem passt der Bully nun? Oder wer passt zum Bully? Nun, wichtig ist, dass Ihr vollumfänglich wisst, was Ihr Euch da ins Haus holt. Und dabei geht es nicht nur um den Charakter. Und ab hier wird’s kurz mal sehr ernst. Unsere Bullys wurden während 100 Jahren Zucht auf eine sehr fragwürdige, für mich verwerfliche Art selektiert. Nur auf das erhoffte Aussehen der Welpen ausgelegte Verpaarungen von, für ihr Aussehen, hoch prämierten Hunden sind schuld an der gesundheitlichen Misere unserer Bullys. Wie ich schon oft gesagt habe, gibt es mittlerweile einige Züchter, die versuchen diese Verzüchtung rückgängig zu machen… aber das dauert. Größte Last der Bullys ist die zurückgezüchtete Nase, die verstopften Nasenmuscheln, die dauernde Atemnot. Zur Zeit steckt es leider noch ganz tief in den Genen und kein Züchter kann derzeit garantieren, dass die Welpen mit guter Atmung  zur Welt kommen. Klar als Baby werden sie immer gut atmen. Die Nasenmuscheln entwickeln sich bis etwa zum 6. bis 9. Lebensmonat und bis dahin wird der Welpe kaum Probleme haben. Das zeigt sich alles erst später. Aber lest dazu bitte unsere Notiz über die Freie Atmung.

 

Fakt ist, wenn Ihr Euch einen Bully holt, kann Euer Züchter Euch niemals versprechen, dass er frei atmen wird. Eure Aufgabe ist es, Euch die Elterntiere anzusehen und genau hinzuhören. Jagt sie mal durch den Garten und hört auf die Geräusche, die sie dann machen. Nun wird es leider selten möglich sein, auch den Vater anzuhören. Meistens lebt er nicht beim Züchter. Aber das Muttertier ist das absolute Minimum. Dürft Ihr Euch Mama nicht beim Toben im Garten anhören, dann Finger weg. Schnarcht Mama schon wenn sie sitzt, an Euch schnuppert oder wenn sie bei den Welpen liegt, Finger weg.

 

Und dennoch, werdet Ihr niemals sicher sein können, dass Euer Welpe die schlechte Atmung nicht vielleicht doch geerbt hat. Dessen müsst Ihr Euch bewusst sein. Darüber hinaus haben Bullys eine ganze Reihe von Prädispositionen für Krankheiten. Zum Keilwirbelthema gibt es auch eine Notiz hier auf der Seite. Lest die mal, wenn Euch das Thema näher interessiert. Ja, über Keilwirbel wird viel geredet, aber ich denke nicht, dass sie das größte Problem der Bullys sind. Ich denke auch nicht, dass es überhaupt eine Rasse gibt, die 100% keilwirbelfrei ist. Aber wie gesagt, dazu unsere Notiz.

 

So haben wir schon mal zwei Dinge: die eventuell schlechte Atmung und Keilwirbel. Durch Keilwirbel kann eine Instabilität in der Wirbelsäule entstehen, die unter Umständen einem Bandscheibenvorfall Vorschub leistet. Sogar der ganze Wirbel kann verrutschen. Also auch hier muss man sich dessen bewusst sein. Und kein Züchter ist derzeit in der Lage keilwirbelfrei zu züchten, da niemand weiß, wann, warum, wie sie entstehen. Dennoch wird ein gewissenhafter Züchter vor allem kein Muttertier zur Zucht einsetzen, welches Keilwirbel in der Lendenwirbelsäule hat. Dies allein zum Schutz des Muttertieres. Die Eltern sollten frei von Hüftdysplasie, Patella Luxation und Ellbogendysplasie sein. Sie sollten ein gesundes starkes Herz haben, eine gut funktionierende Schilddrüse. Keine Augenkrankheiten und ein kräftiges und belastbares Immunsystem.

 

Denn viele Bullys haben ein recht empfindliches Immunsystem und neigen zu Allergien und Überempfindlichkeiten. Manche vertragen manche Futtersorten nicht und müssen lebenslang Diät halten. Ein sensibler Magen-Darm-Bereich lässt sie gut und häufig pupsen! Und es ist faszinierend, was aus so einem kleinen Körper an olfaktorischer Präsenz herauskommen kann. Hat man aber erst einmal das richtige Futter gefunden, lässt sich dies auf ein für jedes verdauende Wesen normales Maß reduzieren. Aber was die Allergien angeht, ist die Ehrlichkeit des Züchters gefragt und eben, dass er einen Hund mit Allergien nicht in der Zucht einsetzt. Vor allem, kein Muttertier mit Allergien. Denn von ihr bekommen die Welpen schliesslich die Grundlage für ihr Immunsystem und wenn das der Mutter schon nicht gut ist, wie sollen dann die Welpen ein gutes Immunsystem entwickeln können?!

 

Gesundheitlich gibt es also einiges, was ein Bully haben kann. Und hier sind nur die häufigsten Dinge genannt. Aber eben genau diesen hier sollte man sich bewusst sein, eben, dass es vielleicht gerade den eigenen Bully treffen kann. Und Ihr solltet bereit und in der Lage sein, dann die Konsequenzen zu tragen. Finanziell und emotional. Denn was ist, wenn der Hund dann irgendwann nach 5 oder 6 glücklichen Jahren einen Bandscheibenvorfall hat und einen Rolli braucht und Physiotherapie. Steht Ihr das mit ihm durch? Seid Ihr bereit, Euch für einen eventuell kranken Hund einzuschränken? Wenn er denn Probleme mit der Atmung hat, eben nicht jeden Weg zu laufen, sondern auch kurze Strecken mit dem Auto zu fahren. Ihn im Sommer zu schonen. Und im schlimmsten Falle, ihm eine OP der Atemwege zu ermöglichen, damit er wieder ein freies Leben führen kann.

 

Dennoch, hoffentlich wird es nie dazu kommen und der auserwählte Bully lebt ein fröhliches und gesundes Leben. Die Gesundheitsvor- und fürsorge hält sich dann in Grenzen und geht über die Grundimmunisierung und regelmäßiger Kontrolle auf Parasiten hoffentlich nicht hinaus. Wir müssen uns dann nur von Zeit zu Zeit der Augen-Nasen-Falte widmen und diese säubern, damit dort kein Hautpilz entsteht und die großen Fledermausohren der Bullys sind hervorragende Dreckfänger. Sie sollten regelmäßig kontrolliert und zum Beispiel mit einem Babyöltuch gereinigt werden, damit Bully keine Ohrenentzündung bekommt.

 

Damit er ansonsten fröhlich ist, ist es für ihn von größter Bedeutung, dass er nicht allein gelassen wird. Wie oben schon gesagt, und man kann es einfach nicht deutlich genug sagen, ein Bully will immer bei seinem Menschen sein. So sollte gewährleistet sein, dass er nicht sein Leben lang auf seine Familie wartend allein zuhause verbringen muss. Ein Bully ist kein Hund für vollzeitarbeitende Menschen, wenn dies bedeutet, dass er die Zeit allein Zuhause verbringen muss. Ganz davon abgesehen, dass eigentlich gar kein Hund dafür geeignet ist, ist es ein Bully am Allerwenigsten. Wird aber zum Beispiel nach einem Hund gesucht, der mit ins Büro darf, dann ist der Bully ideal. Er wird freundlich jeden Gast begrüßen, die Kollegen in sein kleines Herzchen schließen und liebend gern im Körbchen neben oder unter dem Schreibtisch mit seinem Menschen den Tag verbringen. Ein Bully ist hervorragend geeignet als Bürohund auch durch die Tatsache, dass Bullys eher selten kläffen. Die meisten sind sehr ruhige Vertreter. Darf er nicht mit zur Arbeit sollte einfach gewährleistet sein, dass immer jemand aus der Familie für ihn da ist. Oder er bei jemandem, der ihm vertraut ist, in Tagesbetreuung geht.

 

Der Bully ist als Begleithund gezüchtet und charakterlich ist er auch genau das. So passt er sich seinem Menschen komplett an und macht, seine Gesundheit vorausgesetzt, jeden Blödsinn mit. Er geht spazieren, geht gelassen mit auf Flohmärkte, begleitet Frauchen geduldig zum Shopping, ist ein bezaubernder Gast bei Freunden und Familie und als kleines Energiebündel wird er auch liebend gern so etwas wie Agility mit seinen Menschen machen. Er wird Spaß an der Hundeschule haben, auch wenn ihm oftmals sein Dickkopf im Wege stehen wird. Wie oft gerate ich in Diskussionen vor allem mit unserer alten Sina, wenn sie meint, dass sie nicht mit uns rausgehen muss. Unfassbar wieviel Sturheit in diesem süßen Hund steckt. Wenn Sina nicht raus will, kann ich sie vom Sofa heben, sie bleibt stehen. Man sieht ihr förmlich an, wie sie innerlich die Arme vor der Brust verschränkt!  Ich kann sie rufen, bitten, anmeckern, locken, höflich einladen, anbetteln… Sina bleibt stehen. Ich habe sie auch schon mit beiden Händen auf ihrem Po zur Tür geschoben… Ihr glaub doch wohl nicht, dass die dabei einen einzigen Schritt gemacht hat. Hätten wir Teppich, hätte der sich vor Sina in Falten aufgeworfen. Wer letztendlich in diesen Diskussionen gewonnen hat? Na wer wohl?! Sina natürlich! So tragen wir sie an solchen Tagen einfach bis vor die Haustür… ab da setzt dann die Funktion ihrer Beinchen meistens wieder ein. Aber das ist der Bulldoggen-Dickkopf. Den haben sie auch geerbt. Nur stecken die meisten Bullys, bis auf Sina ;-),  in einem großen Dilemma diesbezüglich: einerseits wollen sie ihren Dickkopf durchsetzen und andererseits wollen sie aber auch ihrem Menschen gefallen. Hat Mensch dann ein Leckerchen in der Hand, hat er gute Chancen den Kampf zu gewinnen. Bullys sind mit Futter unglaublich bestechlich… die meisten zumindest. Sina nimmt dann gnädig das Leckerlie entgegen und steht weiter in der Gegend rum! Sie ist zwar verfressen, aber nicht senil… und so vergisst sie auch über das Leckerchen nicht, was sie eigentlich vor hatte durchzusetzen.

Und das ist eigentlich das „Schlimmste“ an diesen Hunden: sie sind wahnsinnig intelligent! Und sie schrecken auch nicht vor immer neuen Strategien zurück, um ihren Willen durchzusetzen. Und sie sind wirklich phantasievoll! Ständiges Mitdenken ist da seitens uns Menschen unbedingt erforderlich. Wer also die zeitweise Faul- oder Trägheit eines Bullys mit Stumpfsinn verwechselt, macht einen großen Fehler. Bully liegt nur gerade da und konzentriert sich auf die detaillierte Planung seines nächsten Trainingsabschnittes für uns.

 

Die meisten Bullys sind wirklich sehr sozial, eine gute Basis in der Sozialisierung durch den Züchter vorausgesetzt. Aber kommen sie früh auch mit anderen Hunden und vielen sie knuddelnden Menschen  in Kontakt, dann werden sie zu zauberhaften Gesellschaftern für Mensch und Tier. Wir haben viele Bullybabies zu Katzen vermittelt und noch nie gab es da ein Problem. Einige Bullys haben auch Hasen zum Geschwisterchen bekommen und sogar eine Schildkröte haben wir in der Bullyfamilie. Sie sind sozial einfach sehr begabt. Besonders bezaubernd sind Bullys aber mit Kindern. Hier zeigen die so grobmotorisch erscheinenden Hunde mit einmal eine unglaubliche Feinfühligkeit. Bullys sind sehr sensibel und erkennen Bedürfnisse und Stimmungen über die Grenzen ihrer Spezies hinaus. Sie sind großartige Tröster und verstehen es, ihren Menschen aufzuheitern. Sie bewachen geduldig das Spiel der Kinder und auch manchmal etwas gröbere Berührungen durch das gerade lernende Kleinkind nehmen sie nicht übel. Sie kommen wirklich (natürlich immer die gute Sozialisierung vorausgesetzt) einfach mit allem und jedem zurecht. Auch wenn Jörg immer wieder sagt, dass Bullys Rassisten sind. Wie sehr habe ich das anfangs bezweifelt… bis ich es erlebt habe. Bullys kommen mit „normalen“ Hunden gut zurecht und spielen auch gerne mit ihnen. Aber wer einmal erlebt hat, wie ein Bully mit einem Bully spielt, der erkennt sofort den Unterschied. Bullys untereinander spielen einfach anders und so sollte man seinem Bully auch Bullyfreundschaften ermöglichen. In vielen Städten oder Gemeinden finden sich mittlerweile Bullyhalter zu Treffen zusammen, um den Hunden diesen Spaß zu gönnen. Dort wird dann ausgiebig gestupst, gerempelt, in Beine gebissen, an Lefzen gezogen, umgerannt und umgeworfen was das Zeug hält.

Hat Bully sich dann ausgetobt, wird er sich liebend gerne mit Euch auf die Couch legen. Aber bitte immer mit Körperkontakt. Die meisten Bullys suchen ganz intensiv den körperlichen Kontakt zu ihren Menschen und liegen immer auf, neben, an, hinter einem. Hauptsache dicht dran!

 

Das ist es also, was Euch erwartet: ein kluges, humorvolles, intelligentes kleines Kuschelmonster! Extrem (!!!) anhänglich, gelehrig aber manchmal stur. Robust und verspielt. Ein Hund mit einem riesengroßen Herzen für alle Menschen, die in sein Leben treten, der ganz besonders umsichtig mit Kindern ist. Ein sensibler Hund, der Euch Eure Stimmung sofort ansieht und darauf reagiert. Und wenn es sein muss, wird er für seinen Menschen auch zum Beschützer. So klein er auch sein mag, aber nähert sich jemand seiner Familie in eindeutig böser Absicht, dann kann er zum Löwen werden.

 

Er ist ein Hund, der Herzen gewinnt. Für mich meine größte Liebe, und das, wo ich niemals einen so kleinen Hund haben wollte. Für mich muss ein Hund groß sein. Labrador ist mir noch zu klein. In meiner Vorstellung konnte ich mit so einem kleinen Hund nie was anfangen. Aber der Bully ist einfach anders, einfach einzigartig! So hier zwei kleine Warnungen, aus eigener Erfahrung: ist man erst einmal verliebt, geht es nie wieder ohne Bully! Und ein Bully führt oftmals bald zum Zweiten! Sie machen süchtig! Im positivsten Sinne!

 

Monja Balzer


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